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"Men at Voice" vereinen Elvis und Bach (Jeversches Wochenblatt)

A-cappella-Formation aus Oldenburg sang für guten Zweck.
Bekannte Ohrwürmer und humorige Eigenkompositionen begeistern das Publikum.
Stehende Ovationen gab es am Sonnabend im ausverkauften Lokschuppen für "Men at Voice", dem charmanten A-capella-Sextett aus Oldenburg. Mal kunstvoll, mal ulkig, aber durchweg meisterhaft, rissen sie das Publikum immer wieder zu stürmischem Beifall hin. Der Reinerlös dieses Konzerts, das der Ladies´Circle 44 mit Unterstützung des Friesischen Brauhauses veranstaltete, kommt der jeverschen "Tafel" zugute. Deren Schirmherr, Landrat Sven Ambrosy, freute sich, dass die Musiker durch einen Teilverzicht auf die Gage ebenfalls etwas für den Spendentopf beitrugen.
Dabei begann alles recht verhalten mit kunstvollen Liedern, mal altenglisch, mal mit Folkklassikern wie "Black is the Colour of my true Love´s hair", wobei dem Countertenor Markus Neugebauer mit seiner engelsgleichen Knabenstimme eine wichtige Rolle zukam. Dann jedoch brachten sie die erste Eigenkomposition dar, die wie die weiteren Neugebauer geschrieben hatte. Es ging um das Schnarchen der lieben Gattin und dieses schwergewichtige Problem bei "Schatz, dreh dich um" wurde mit melodiöser Leichtigkeit zum Ohrwurm. Nach dem kunstvoll verschnörkelten "Summertime" kam die Steigerung des Nonsens mit einem Solo von schwarzem Humor als Beispiel dafür, wie künftig Krankmeldungen gesangsmäßig vorzubringen sind.
Ausflüge in die britische Popmusik der 60er demonstrierten die hohe Kunst der sechs Herren im vielstimmigen Lagensingen. Da klang "Yesterday" wie ein englisches Kunstlied aus dem 16. Jahrhundert, und "Silence is golden", der 67er Hit der "Tremeloes", überbot das Original spielend an Klasse. Doch die Herren sangen sich nicht nur zunehmend in ausgelassene Stimmung, sie wurden auch immer ulkiger. Beim A-capella-Klassiker "The lion sleeps tonight" bezogen sie das Publikum als fröhlich tierischen Backroundchor mit ein, und schließlich bewiesen sie, wie manches durch einfaches Umtexten zum Angriff auf das Zwerchfell wird. Sie kredenzten wagemutig eine Elvis-Bach-Mixtur als Hymne aus ein gewisses örtliches Brauhaus, das sie mit der "Fever"-Version "O du mein Jever" begannen und nahtlos in Bachs "Jever, du meine Freude" übergehen ließen. Nach so viel musikalischer Qualität blieb ihnen nur die krasse Untertreibung: "Wir können gar nicht singen - wir sehen nur gut aus!" Und da ließen sie Tom Jones mit seiner Brunftarie "Sexbomb" ziemlich alt aussehen.
Als wahre Krönung des Abends darf aber eine gesungene Huldigung an ihnen am Herzen liegendes Getränk gelten: Udo Jürgens´ "Griechischer Wein" wurde hier als Sehnsuchtsschnulze wackerer Norddeutscher interpretiert, die in München unter dünnbiersaufende Trachtendumpfnickel gefallen sind.
"Friesisches Bier" besangen sie da und brachten den Saal endgültig zum Toben. Als sie sich dann mit einer wunderbar quer und gegeneinander gesungenen altenglischen Weise verabschiedeten, mündete der begeisterte Applaus umgehend in stehende Ovationen. Als Dank intonierten die "Männer bei Stimme" ein sanftes "Until we meet again", und auf ein Wiedersehen dürfte sich wohl jeder der Zuhörer schon jetzt freuen.


letzte Änderung: Samstag, 13.Mai.2006, 16:09

 


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